Wer ruft bei der TelefonSeelsorge an?

In diesem Jahr erreichten uns 15368 Anrufe, rund 1600 weniger als 2016. Jedoch ist  die Anzahl der Seelsorge- und Beratungsgespräche mit 11529 fast gleich geblieben, auch im Vergleich zu den Vorjahren. Das liegt daran, dass wir weniger Scherz- und missbräuchliche Anrufe und weniger Aufleger hatten, eine erfreuliche Entwicklung.

Der Unterschied zwischen Anrufen und Gesprächen entsteht dadurch, dass ca. 20 Prozent der Anrufenden sofort wieder auflegen, bevor ein Gesprächskontakt zustande kommt - ein typisches Phänomen bei niedrigschwelligen Beratungstelefonen.

Durch ihre 24-stündige Verfügbarkeit unterstützte die TS Darmstadt auch 2017 das Suizidpräventionsprojekt der Darmstädter Kinderkliniken „Projekt ANNA“ (Alles Nur Nicht Aufgeben) und den Kinderschutzbund. Mit beiden Projekten/Vereinen bestehen entsprechende Kooperationsvereinbarungen. Beide verweisen auf ihren Anrufbeantwortern auf die Möglichkeit eines Krisengespräches bei der TelefonSeelsorge außerhalb der jeweils eigenen Kontaktzeiten. Im Gegenzug bieten sie Fortbildungen für die Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge Darmstadt an.

 

2017

2016

Anrufe

15.368

16.949

Gespräche

11.529

11.945

 

 

 

Kinder und Jugendliche (0-19)

201

322

Junge Erwachsene

1.107

948

Menschen der Lebensmitte (30-60)

6.670

7.011

Ältere Menschen (60 und älter)

2.695

2.731

Alter unbekannt oder nicht einzuordnen

856

933

 

 

 

Psychische Erkrankungen

35 %

28 %

Probleme mit der Partnerschaft

11 %

11 %

Probleme mit der Familie

12 %

12 %

Einsamkeit

17 %

17 %

Sonstige Themen

25 %

32 %

     

Was bewegt die Anrufenden?
Depressionen, Ängste und Panik-Attacken sind weiterhin häufigster Anlass der Anrufe. Weitere Anliegen sind Einsamkeit, Probleme mit Partnerschaft und/oder der Familie. Depression und Burnout finden sich auch bei Menschen, die im Arbeitsprozess stehen. Sie fühlen sich den schwierigen Alltagsbedingungen nicht mehr gewachsen.

35% der Gespräche führten wir mit psychisch erkrankten Menschen, d.h. gut ein Drittel!

In sechs Prozent der Gespräche geht es um Suizidgedanken, in zwei Prozent um akute suizidale Krisen. Das bedeutet, dass im Durchschnitt an 3 von 7 Tagen ein Mensch anruft, der konkret darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen.

Wer führt die Gespräche?
Ein Team von 79 Ehrenamtlichen, 59 Frauen und 20 Männern, wechselte sich am Telefon ab.

Alle haben eine umfassende Ausbildung (150 Stunden) erhalten und nehmen regelmäßig an Supervision und Fortbildungen teil.

Eine neue Gruppe mit 11 Frauen und einem Mann begann im März 2017 die Ausbildung.

Stand: 03/2018


Ihr Anruf ist kostenfrei! Das Engagement der Telekom ist eine wertvolle Unterstützung für Menschen in Not und Krisen.

 
Thesen zur Suizidprävention - Damit das Leben weitergeht Zur Face-to-Face-Beratung der TelefonSeelsorge Thesen zur Suizidprävention - Damit das Leben weitergeht Zur Face-to-Face-Beratung der TelefonSeelsorge Thesen zur Suizidprävention - Damit das Leben weitergeht