Wer ruft bei der TelefonSeelsorge an?

2014 Jahr erreichten uns 17325 Anrufe. Die Anzahl der Gespräche ist mit 13.329, das sind durchschnittlich 37 pro Tag, gleich geblieben im Vergleich zu 2013.

Der Unterschied zwischen Anrufen und Gesprächen entsteht dadurch, dass ca. 22 Prozent der Anrufenden sofort wieder auflegen, bevor ein Gesprächskontakt zustande kommt - ein typisches Phänomen bei niedrigschwelligen Beratungstelefonen.

Durch ihre 24-stündige Verfügbarkeit unterstützte die TS Darmstadt auch 2014 das Suizidpräventionsprojekt der Darmstädter Kinderkliniken „Projekt ANNA“ (Alles Nur Nicht Aufgeben) und den Kinderschutzbund. Mit beiden Projekten/Vereinen bestehen entsprechende Kooperationsvereinbarungen. Beide verweisen auf ihren Anrufbeantwortern auf die Möglichkeit eines Krisengespräches bei der TelefonSeelsorge außerhalb der jeweils eigenen Kontaktzeiten. Im Gegenzug bieten sie Fortbildungen für die Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge Darmstadt an.

 

2014

2013

Anrufe

17.325

18.003

Gespräche

13.329

13.533

 

 

 

Kinder und Jugendliche (0-19)

551

1.612

Junge Erwachsene

947

1.135

Menschen der Lebensmitte (30-60)

6.130

6.898

Ältere Menschen (60 und älter)

2.669

2.489

Alter unbekannt oder nicht einzuordnen

3.026

1.399

 

 

 

Psychische Erkrankungen

27,0 %

28,0 %

Probleme mit der Partnerschaft

13,0 %

12,0 %

Probleme mit der Familie

12,0 %

13,5 %

Einsamkeit

15,0 %

17,0 %

Sonstige Themen

33,0 %

29,5 %

     

Was bewegt die Anrufenden?
Depressionen, Ängste und Panik-Attacken sind weiterhin häufigster Anlass der Anrufe. 27% der Gespräche führten wir mit psychisch erkrankten Menschen.

Weitere Anliegen sind Einsamkeit, Probleme mit Partnerschaft und/oder der Familie. Sehr häufig erkennen wir den Teufelskreis von Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, die zu Armut und Isolation führen. Aber auch Menschen, die im Arbeitsprozess stehen, sind von Depression und Burn-out betroffen. Sie fühlen sich den schwierigen Alltagsbedingungen nicht mehr gewachsen.

In fünf Prozent der Gespräche geht es um Suizidgedanken, in einem Prozent um akute suizidale Krisen. Das bedeutet, dass im Durchschnitt an 3 von 7 Tagen ein Mensch anruft, der konkret darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen.

Wer führt die Gespräche?
Ein Team von 80 Ehrenamtlichen, 60 Frauen und 20 Männern, wechselte sich am Telefon ab.

Alle haben eine umfassende Ausbildung (150 Stunden) erhalten und nehmen regelmäßig an Supervision und Fortbildungen teil.

Stand: 03/2015


Ihr Anruf ist kostenfrei! Das Engagement der Telekom ist eine wertvolle Unterstützung für Menschen in Not und Krisen.

 
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